Was ist ein Power Purchase Agreement?
Ein Power Purchase Agreement (PPA) ist ein langfristig vereinbarter Stromliefervertrag. Besonders im Bereich erneuerbarer Energien bietet es Erzeugern und Abnehmern eine Grundlage für planbare Lieferbeziehungen. Ein PPA ist nicht automatisch das wirtschaftlich günstigste Modell: Entscheidend sind Marktlage, Vertragsstruktur und das Lastprofil.
Onsite, Offsite, physisch oder virtuell?
Bei einem Onsite-PPA wird die Stromerzeugung direkt am Standort des Verbrauchers bereitgestellt. Offsite-PPA beziehen sich auf Erzeugungsanlagen an einem anderen Standort. Ob eine tatsächliche Stromlieferung oder ein finanzieller Preisausgleich vereinbart wird, hängt vom Modell ab.
Die wichtigsten Entscheidungskriterien
- Jahresstromverbrauch und viertelstündliches Lastprofil
- Liefer- und Abnahmeverpflichtungen, Volumen- und Profilrisiko
- Preisformel, Indexbezug, Laufzeit und Kündigungsregeln
- Bonität, Bilanzierung, Ausgleichsenergie und Herkunftsnachweise
- Vereinbarkeit mit der bestehenden Energiebeschaffungsstrategie
Wann sollte eine Prüfung beginnen?
Idealerweise rechtzeitig vor dem Auslaufen größerer Stromlieferverträge. Für eine erste Bewertung helfen Lastgangdaten, aktuelle Bezugskonditionen, geplante Standortveränderungen und die interne Risikostrategie.
Warum Ladeinfrastruktur mitgedacht werden sollte
Neue HPC-Ladeparks und E-Lkw-Depots können den Energiebedarf eines Standorts stark verändern. Solche Lasten sollten früh in die Strombeschaffungs- und Netzplanung einfließen. Batteriespeicher und Energiemanagement können die wirtschaftliche Gestaltung ergänzen, müssen aber standortspezifisch bewertet werden.
Zur PPA- und Industriestrom-Beratung ↗